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R.E.S.E.T.- Wochenende in Bad Soden

Am 17. und 18. März 2018 finden in Bad Soden die Seminare R.E.S.E.T. 1 und R.E.S.E.T. 2 statt.
Wenn Sie nachts mit den Zähnen knirschen, die Zähne häufig zusammenbeißen oder Probleme haben den Mund zu öffnen, können Sie mir der R.E.S.E.T. Methode nach Philip Rafferty Ihr Kiefergelenk und Ihre Kiefermuskeln entspannen.
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Heilpraktiker
in und um Bad Soden am Taunus auf jameda

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Willkommen im Winter-Wunderland

Ich heiße Sie herzlich Willkommen im Winter-Wunderland und möchte Sie einladen, mit mir den Winter aus der Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin TCM zu entdecken.

Der Winter steht für das Element Wasser, welches das letzte Element im Jahreszyklus ist. Es ist die Zeit, in der alle Aktivitäten scheinbar zum Stillstand kommen. Alle Energien fließen nach unten und innen und alle Kräfte in der Natur ziehen sich bis aufs Maximum zusammen. Der Winter ist jene Zeit, in der alle Lebewesen und Pflanzen zur Ruhe kommen und ihre Essenz im Inneren bewahren und speichern. Es ist die Zeit der Kälte, des Dunklen, der kurzen Tage und langen Nächte, die verbunden ist mit dem Lebensabend und dem Tod. In dieser Zeit ruht der Samen in der Erde, die Natur scheint zu schlafen.

Es ist die Phase des hohen Alters, wo man Abschied nimmt. Tiefe, Wahrheit und Weisheit gehören in dieses Bild des Winters. Dieses „sich auf sich selbst besinnen“ sind Eigenschaften, die im Winter besonders gefördert werden können. Nicht umsonst fällt Weihnachten, die „besinnliche Zeit“ in den Winter. Durch diese Introvertiertheit können wir uns selbst hinterfragen, wieder mehr spüren, mehr bei uns selbst sein und so gestärkt in den Frühling starten.

Unbemerkt bereitet sich aber die Natur schon auf ein neues Blühen vor. Nach der Zeit des Ruhens, der (inneren) Reifung und Entwicklung kann im Frühling wieder alles zu sprießen und zu wachsen beginnen.

Das Wasser als Entsprechung zum Winter nach TCM ist der Ursprung allen Lebens. Dieses Element verbindet den Anfang mit dem Ende. Das Wasser vermittelt uns die Botschaft, dass das Leben ein ewiger Fluss ist. Der menschliche Körper besteht zu etwa 70% bis 75% aus Wasser. Das Wasser bringt über das Blut Nährstoffe in die Zellen und nimmt überall im Körper Abfallprodukte auf. Es verhindert Stagnation und ermöglicht Beweglichkeit und Frische. Keine Körperfunktion und kein Lebensprozess kommen ohne Wasser aus.
Gemäß der chinesischen Ausdrucksweise sind wir das Element Wasser. Ein ausgeglichenes Wasser-Element kann unseren Mut und unsere Tapferkeit in allen Lebenslagen stärken. Wenn ein Ungleichgewicht in unserem Wasser-Element besteht und unsere Energien nicht richtig fließen, kann sich das als Angst vor dem Leben zeigen.

Die Angst als Emotion des Wasser-Elementes ist möglicherweise ein Hilferuf unserer Seele. Angst ist ein natürlicher Schutzmechanismus. Doch übermäßige Angst kann unser Leben einschränken. Und zwar immer dann, wenn Angst besteht, ohne dass wir uns in einer gefahrenvollen Situation befinden; wenn sie sich als immerwährende Ängstlichkeit manifestiert hat und uns hindert, sich mutig dem Leben zu stellen. Angst hindert uns, Altes loszulassen. Angst hindert uns, unser Leben zu verändern.

Der Wille ist der geistige Aspekt des Wasser-Elementes und bedeutet Beharrlichkeit und Ausdauer mit der Fähigkeit in sich hinein zu hören und dem Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein. Es ist dabei der „höherer Lebenswille“ gemeint, der im Dienste der Selbstverwirklichung steht. Es handelt sich nicht um den Willen des Egos, der immer alles haben will.
Dem Wasser-Element ist der salzige Geschmack zugeordnet und damit auch alles, was aus dem Meer kommt. Das Salz kann Verhärtungen und Stagnationen lösen und reguliert die im Körper fließende Menge Wasser. Es wirkt aufweichend und nährt unser Blut. Es ermöglicht die Weiterleitung der Nervenimpulse und die Übertragung dieser Impulse auf die Muskulatur. Zu viel Salz hingegen lässt uns erstarren, führt zu Flüssigkeitsansammlungen in den Geweben und verhindert den Energiefluss in den Meridianen.
Die Farben des Wasser-Elementes sind die tiefen Blautöne und Schwarz. Sie stehen für die Dunkelheit des Winters und der langen Nächte.

Dem Winter und dem Wasserelement sind Nieren und Blase und die Meridiane der beiden Organe zugeordnet. Angst und die Kälte des Winters untergraben die Kraft der Nieren. Dadurch wird die Abwehrfunktion des Körpers geschwächt. Durch Angst oder Kälte geschwächt, hat der Körper nicht mehr genug Kraft, Unbekanntes und Neues abzuwehren oder auch zu bewerten und zu integrieren. Man zittert. Man zittert aus Angst oder Kälte. Betrachtet man diese beiden Phänomene aus energetischer Sicht, so sind sie beide gleich. Angst oder Kälte, bei beidem bekommen wir kalte Füße, bei beidem zittern wir. Im Volksmund sagt man sogar: „Da hat jemand vor Angst kalte Füße bekommen“. Da der Nieren-Meridian unter den Fußsohlen beginnt, wundert dieser Zusammenhang nicht.
Die Blase ist die Schwester der Niere, die darüber bestimmt, was und wie viel ausgeschieden werden muss. So kennen wir im Volksmund auch den Ausspruch „sich vor Angst in die Hose machen“, der einen direkten Zusammenhang zwischen Angst und Blase herstellt. Der Blasen-Meridian beginnt im Gesicht im Bereich der Nase und eine Schwäche der Blase kann in Verbindung stehen mit Erkrankungen der Nasennebenhöhlen.

Es heißt: „Übermäßige Angst schadet den Nieren, doch Angst wird überwunden durch innere Einkehr.“ (Zitat aus dem chinesischen Klassiker Huang Ti Nei Ching Su Wen).
Das Denken als Ausdruck der inneren Einkehr ist in der Lage die Angst zu kontrollieren. Denken unterliegt dem Element der Erde, die das Wasserelement bzw. den Winter nach dem Verständnis der traditionellen chinesischen Medizin kontrolliert. Der analytische Denkvorgang überwindet die Angst. Dadurch, dass wir über eine Situation nachdenken, die uns Angst macht, lösen wir die Starre der Angst und das Eis der Angst kann schmelzen. Dann können wir uns ausmalen, was schlimmstenfalls passieren kann. Wir können uns vorbereiten und wir haben unsere Angst unter Kontrolle. Dies befördert die Energie weiter zum nächsten Element, dem Holz-Element oder dem Frühling, das uns mit seiner Kreativität zu einer Idee bringt und mit seiner Entscheidungsfähigkeit zur Tat motiviert.

Vertrauen Sie sich dem Fluss des Wassers an. Es wird sich immer seinen Weg suchen und immer den einfachsten Weg nehmen. Nutzen Sie die Zeit der inneren Einkehr und der Ruhe im Winter und schauen Sie sich Ihre Situation genau an. Finden Sie dabei Lösungen und handeln Sie. Dann kann das Eis auftauen und das Wasser strömen. Sie können Energie zum Fließen bringen und gestärkt in den Frühling, in das Holz-Element starten.